Altersbedingt, durch individuelle Veranlagung, oder durch Schwangerschaften kann eine Gewebeerschlaffung der inneren Schamlippen (kleine Schamlippen) auftreten, die dadurch zu lang ausgebildet sind und zwischen den großen Schamlippen herausragen. Dadurch können Probleme entstehen, die belastend für die Betroffenen sind.
Beispielsweise auftretene Probleme:
- Probleme beim Radfahren
- enge Jeans scheuern an der Naht
- Schwellungen
- Entzündungen oder auch
- häufiger Pilzbefall
Betroffene Frauen haben zunehmend Hemmungen, sich dem Partner nackt zu zeigen, es können auch beim Geschlechtsverkehr unangenehme Beschwerden auftreten. Zusammengefasst kann es also zu einer physischen und auch psychischen Belastung kommen. Aus diesen medizinischen oder ästhetischen Gründen lassen immer mehr Frauen eine operative Schamlippenverkleinerung durchführen.
Die Operation (Schamlippenverkleinerung, Labienplastik)
Die Schamlippenverkleinerung ist ein relativ kleiner Eingriff, der in lokaler Betäubung mit Dämmerschlaf oder einer kurzen Maskennarkose, wie bei kurzen gynäkologischen Eingriffen üblich, durchgeführt wird. Während der ca. 30-minütigen OP wird eine symmetrische gewebsschonende Korrektur des Hautüberschusses der Schamlippen und, falls erforderlich auch im Bereich der Klitoris vorgenommen. Die Naht kann sowohl mit selbstauflösenden Fäden, als auch mit Fäden, die entfernt werden, verschlossen werden. Aufgrund der Anatomie dieser Körperregion und bei sachgerechter Durchführung des Eingriffes ist der Heilverlauf unkompliziert, in den ersten Tagen ist mit einer starke Schwellung zu rechnen, die sich meist in 3- 4 Tagen zurück bildet.
Bei ambulanter Durchführung der Operation sollten Sie nicht selbst Auto fahren, sondern sollten sich abholen lassen. Alternativ können Sie auch in unserer Praxis übernachten.
Eine gute und konsequente Kühlung und körperliche Schonung (am besten 3 Tage) nach der Operation sichern eine schnelle Regeneration. Sie bekommen von uns eine antiseptische Salben und Kompressen verordnet, die Sie örtlich auftragen. Bereits ein paar Tage nach dem Eingriff ist die Heilung soweit fortgeschritten, dass keine weitere Nachbehandlung oder Beeinträchtigungen zu erwarten sind.