Operationen
im Gesicht
Gesichtsfaltenkorrektur
Zur Korrektur von Gesichtsfalten gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Befund alleine oder in Kombination angewendet werden.
- endoskopische Stirnfaltenkorrektur
- Augenbrauenlifting
- Wangenstraffung
- Halsstraffung
- Glättung von Falten mit Botulinumtoxin
- Unterspritzung von Falten mit Fremd- oder Eigengewebe
- Fettabsaugung im Kinn- und Wangenbereich
- Laser Gesichtsstraffung
Endoskopische Stirnfaltenkorrektur
Bei diesem Eingriff werden durch kleine Einschnitte im behaarten Teil des
Kopfes Instrumente und eine Optik mit Kamera eingebracht. Dadurch kann eine
Straffung der Stirn erreicht werden, ohne erkennbare Narben zu hinterlassen.
Dabei besteht gleichzeitig die Möglichkeit, die die Zornesfalten erzeugenden
Muskeln über der Nasenwurzel auszuschalten. Der Eingriff wird bevorzugt in
Vollnarkose durchgeführt, es ist jedoch auch örtliche Betäubung, kombiniert mit
Dämmerschlaf möglich.
Augenbrauenlifting
Neben der Möglichkeit, die Augenbrauen durch ein endoskopisches Stirnlifting anzuheben, ist es auch möglich, durch einen Schnitt am Augenbrauenrand oder durch Schnitt im Oberlid ( evtl. kombiniert mit einer Lidstraffung ) die Augenbrauen direkt anzuheben.
Der Eingriff wird bevorzugt in örtlicher Betäubung durchgeführt.
Wangenstraffung und Halsstraffung
Die klassische Gesichtsstraffung ( = Face - Lift ) besteht aus einer kombinierten Straffung von Wangen- und Halshaut durch eine Schnitt, der von der Schläfe entlang dem Ohr in den Bereich der Nacken-Hals-Haargrenze verläuft. Die Ausdehnung des Schnittes und die erforderliche Präparation der Haut wird dabei je nach Erfordernis angepaßt.
Glättung von Falten mit Botulinumtoxin
Mit Botulinumtoxin, einem Nervengift, werden die die Falten erzeugenden Muskeln im Bereich der Stirn, Nasenwurzel ( Zornesfalten ) und seitlichen Augenpartie ( Krähenfüsse ) gelähmt, so daß eine Entspannung eintritt und dadurch die Falten vermindert werden. In der verwendeten Konzentration hat das Botulinumtoxin keine Nebenwirkung auf den Körper, als direkte Komplikation kann allenfalls eine unerwünschte Lähmung benachbarter Muskeln eintreten ( was z.B. ein hängendes Oberlid bedeuten könnte ), die jedoch vorübergehend ist, da die Wirkung des Botulinumtoxin im Verlauf von ca. 4 bis 8 Monaten nachläßt. Dies heißt natürlich auch, daß dann die Falten allmählich wieder auftreten werden, was sich jedoch durch eine neuerliche Injektionsbehandlung wieder korrigieren läßt. Der wiederholten Behandlung mit Botulinum sind keine Grenzen gesetzt; bei mehrfacher Wiederholung wurde eine Schwächung der entsprechenden Muskulatur beobachtet, was hier jedoch dann ein erwünschter Effekt wäre.
Botulinumtoxin eignet sich ebenfalls zur Therapie übermäßigen Schwitzens
im Achselbereich und anderen Körperstellen.
Unterspritzung von Falten mit z. B. Hyaluronsäure oder Eigenfett
Oberflächliche und tiefe Falten, wie auch sonstige Konturunregelmäßigkeiten der Haut z.B. durch Narben, können durch Injektion von körpereigenen ( = Fettzellen ) und körperfremden ( z.B. Hyaluronsäure ) Substanzen aufgefüllt und damit weniger sichtbar werden.
Bei der Injektion mit Eigenfett ist immer ein nicht exakt vorhersehbarer Schwund zu beobachten, so daß meist mehrere Behandlungen erforderlich sind, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Bei der Injektion mit körperfremden Substanzen gilt es zwischen resorbierbaren und nicht resorbierbaren Substanzen zu unterscheiden. Die resorbierbaren Substanzen werden meist nach ca. einem ¾ Jahr wieder verschwunden sein und die Behandlung muß dann wiederholt werden. Ihr Vorteil ist jedoch, das keine Spätkomplikationen, wie lokale Entzündungen oder Fremdkörperreaktionen zu erwarten sind. Die nicht resorbierbaren Substanzen haben den Vorteil der meist einmaligen Behandlung; verändert sich jedoch die Umgebung des Injektionsortes,
z.B. durch starkes Abnehmen, so kann hier ein "Sichtbarwerden" auftreten.
Ebenfalls nicht ausgeschlossen sind die oben bereits erwähnten Spätreaktionen
des Körpers auf den fremden Stoff. Die Kosten der Faltenunterspritzung hängen
von Art und Menge der eingespritzten Substanzen ab.